Keiner der zwölf nationalen Umweltziele, die auf regionaler Ebene weiterverfolgt werden erwartet, seit Jahren in Jämtland erreicht werden 2020 wie beabsichtigt, wenn sie an der Jahrtausendwende waren. Dies geht aus dem Bericht hervor, der jetzt der Regierung vorgelegt wurde. Drei der Ziele – Frische Luft, Keine Eutrophierung und Grundwasser von guter Qualität – wird im Kreis als nahezu erreicht angesehen. Die anderen neun Ziele gelten dagegen mit den heute zur Verfügung stehenden Instrumenten und Ressourcen als nicht erreichbar. Dass neun der Ziele bis zum Jahresende nicht erreicht werden 2020 hat mehrere wichtige Ursachen.
Der rückläufige Anbau- und die Weidefläche in der Landwirtschaft ist negativ für die beiden Umweltziele Eine reiche Kulturlandschaft und Eine reiche Pflanze- und Tierwelt. Überlegungen in der Forstwirtschaft und der Arbeit zum Schutz wertvoller Wälder- und Marschland reicht im heutigen Ausmaß nicht aus, um die Ziele von Living Forests zu erreichen, Dichte Feuchtgebiete und eine reiche Pflanze- und Tierwelt.
Der Handlungsbedarf ist sehr groß, um Living Lakes und Fließgewässer zu erreichen. Allerdings wird die Entwicklung positiv gesehen und es besteht Hoffnung, dass das Ziel erreicht wird. Es wird jedoch kein Zeitpunkt angegeben und es sind stark erhöhte Ressourcen für Maßnahmen und Überwachung erforderlich. Darüber hinaus sind veränderte politische Instrumente erforderlich. Auch für die Arbeit mit kulturellen Umgebungen werden mehr Ressourcen benötigt.
– Der Bericht bestätigt die Befürchtungen, die die meisten Menschen hinsichtlich der Entwicklung der Umwelt hegen- und der Klimabereich, sagt Helge Jonsson, Vorsitzender des Långå-Fischereimanagementgebiets in Härjedalen und verantwortlich für die Långå-Fischerei.
– Den ehrgeizigen Zielen werden nicht genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt und dann kommt man nicht bis zum Ziel. Dies wiederum führt zu mangelndem Vertrauen in die Fähigkeit der Gesellschaft, schwerwiegende Probleme und Krisen zu lösen. Dadurch sind die Interessen und das Engagement der Bürger gefährdet. Wenn sich Pessimismus ausbreitet, führt das dazu, dass sich die Bürger nicht um die Entwicklung kümmern und sich der Verantwortung, die jeder Mensch tatsächlich trägt, nicht bewusst sind. Wir sind verwöhnt davon, dass Staat und „Gesellschaft“ alle Probleme für uns lösen müssen. Wir müssen uns unserer persönlichen Verantwortung bewusst werden und unsere Lebensweise an die Rahmenbedingungen anpassen, die uns Natur und Umwelt ermöglichen.
– Allein diese Tatsache ist ein Fehlschlag, glaubt Helge Jonsson. Für die Umweltziele sollen Eigenverantwortung und Handlungsspielräume sichtbar gemacht und persönliches Engagement angeregt werden. Schließlich sind wir die verantwortlichen Hauptakteure in diesem Drama, weil wir Verbraucher sind, Benutzer, Steuerzahler und Bürger.



